09.09.2014

Pfefferpreis auf Allzeithoch

(Bonn, 9. September 2014) Die Gewürzindustrie ist mit außergewöhnlichen Preissteigerungen beim weltweit wichtigsten Gewürz konfrontiert Die Pfefferpreise zeigen eine dramatische Entwicklung in bisher nicht gekannte Größenordnungen. Lag der Preis für weißen Pfeffer im Januar 2014 bereits um + 25 % über dem Vorjahrespreis, so ist er bis August 2014 um weitere 26 % gestiegen. Schwarzer Pfeffer kostete im Januar 2014 27 % mehr als im Jahr 2013, seither und bis August 2014 kletterte er um weitere 20 %.

Schon 2013 lagen die Preise im Ursprung auf beachtlich hohem Niveau. Im Januar 2014 erreichten sie ihren bis dahin historischen Höchststand und lagen damit ca. 25 % über den Preisen, die im Vorjahr gezahlt wurden. Die Preisentwicklung verschärft sich in 2014 dramatisch und ein nochmaliger Anstieg von durchschnittlich 23 % wird verzeichnet. Damit bewegt sich das Niveau in astronomischer Höhe und ist mit einem Zuwachs von 59 % (versus 2013) für weiß und 53 % (versus 2013) für schwarz auf ein Allzeithoch gestiegen.

Darüber hinaus ist, u. a. durch die Krise in der Ukraine begründet, bei Koriander eine Verschärfung der Versorgungssituation zu verzeichnen. Dies wirkt sich in Preiserhöhungen von zuletzt 30 % aus – mit weiterem Potential nach oben. Auch andere Rohstoffe der Gewürzindustrie werden zum Teil aus Krisenregionen wie Ägypten und Syrien importiert. Korrekte, pünktliche Belieferung ist nicht immer gewährleistet. Dies treibt die Preise. Kümmel ist aktuell um 20 % im Einkauf gestiegen, obwohl die neue Ernte ansteht. Ebenso ist Knappheit und damit Verteuerung von Knoblauch aus dem Ursprung China zu vermelden. Der Grund liegt in der zu geringen Menge getrockneter Basisware, die dann zu Granulaten und Pulvern verarbeitet wird.

Diese Rohstoffpreisveränderungen bei wichtigen Gewürzen treffen eine Branche, die seit Jahren mit Beschaffungsproblemen aufgrund steigender Nachfrage in den Anbauländern kämpft, ihre Betriebe bereits umfassend durchrationalisiert hat, kosteneffizient arbeitet und sich zudem ständig wachsenden Anforderungen in Qualitätssicherung, insbesondere im Bereich der Analytik, stellen muss.

Kontakt:
Fachverband der Gewürzindustrie e.V.
Dirk Radermacher
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