Der Fachverband der Gewürzindustrie

81 Gewürzverarbeiter und -veredler sind Mitglied im Fachverband der Gewürzindustrie e.V. Sie veredeln Gewürze und produzieren Gewürzmischungen, Gewürzpräparate und sonstige würzende Zutaten. Der Gesamtumsatz der Branche lag im Jahr 2014 bei rund 1 Millarde Euro. Wichtige Partner der Gewürzhersteller sind die Gewürzimporteure: aufgrund ihrer Warenkenntnis und Handelserfahrung, ihrer weltweiten Verbindungen, speziellen örtlichen Kenntnisse und permanenter Marktbeobachtung.

Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die Gewürzindustrie in Deutschland
- Nachhaltig wirtschaften, global handeln, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen -


1. Nachhaltigkeit als Bestandteil der Unternehmensstrategie
Auch die Gewürzindustrie ist immer stärker gefordert, sich in ökologischen und sozialen Fragen zu engagieren. Für die Unternehmen der deutschen Gewürzindustrie zählt daher Nachhaltigkeit heute zur Unternehmensstrategie. Dies gilt für alle Unternehmensbereiche. Firmenziele werden an den Grundprinzipien nachhaltiger Entwicklung gemessen. Die Beschäftigten sind hieran aktiv beteiligt.

Die Nachhaltigkeitsstrategie umfasst drei Dimensionen: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Dabei werden die Möglichkeiten einer Steigerung der Energieeffizienz, die Reduktion von Emissionen, Abfall, Material- und Wasserverbrauch sowie Weiterbildung, Arbeitsschutz und Arbeitsplatzsicherung betrachtet.

2. Nachhaltige Wertentwicklung
Die Unternehmen der deutschen Gewürzindustrie richten ihr wirtschaftliches Handeln auf langfristige Wertentwicklung aus. Die Erhaltung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung von Arbeitsplätzen nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Anbauländern, dies bei Einhaltung fairer Sozialstandards, sind hierbei von grundlegender Bedeutung. Bei Investitionen verbinden die Unternehmen Wirtschaftlichkeit mit Sicherheit, Umweltschutz, optimiertem Energie- und Ressourceneinsatz sowie mit sozialer Verantwortung.

3. Umweltschutz
Gewürze und Kräuter benötigen wie alle landwirtschaftlichen Rohstoffe zu gesundem Wachstum eine intakte Umwelt. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Voraussetzungen und Bedingungen des Gewürzanbaus. Exotische Gewürze werden vor allem in tropischen und subtropischen Regionen angebaut, dies häufig in kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Der Erhalt dieser Strukturen und die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Anbauregionen durch positive wirtschaftliche Entwicklung sind nur möglich, wenn umweltschädigende Eingriffe wie Brandrodung unterbleiben. Der weltweite Schutz von Umwelt und biologischer Vielfalt ist deshalb elementares Anliegen der Gewürzindustrie.